Login

  Email: 
  Passwort: 
   
  Passwort vergessen
  Noch nicht registriert?
Jetzt anmelden

Newsletter

Anrede: 
Name: 
Email: 
 Anmelden  Abmelden

 

Werbung

Aktuelles

Standards/Normen/Recht

Politik/Gesellschaft

Firmen/Organisationen

Produkte/Dienstleistungen

Gentechnik

Energie/Umwelt

Wissenschaft/Forschung

Veranstaltungen/Events

Markt/Handel

Reise & Freizeit

Erzeugung/Landwirtschaft

Mensch, Tier u. Natur

Finanzen/Investment

Genuss, Essen u. Trinken

Städte/Regionen/Länder

Schön, Fit u. Gesund

Leben und Wohnen

Trends/Lifestyle

Bildung, Kunst u. Kultur

Lesen, Hören u. Sehen

Infos/Kontakte

 
 

Werbung

 
Aktuelles - Energie/Umwelt

Neues Hintergrundpapier: Klimaschutz und Biolandbau in Deutschland

Mehr Biolandbau für mehr Klimaschutz

Flächendeckender Biolandbau ist möglich

Sechs Wochen vor Beginn der Weltklimakonferenz in Kopenhagen gerät auch die Landwirtschaft verstärkt ins Visier, ihren Beitrag zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu leisten. Denn Deutschland muss bis 2050 die Emissionen um mindestens 80 Prozent senken. Der Biolandbau könnte dabei eine zentrale Rolle als Problemlöser einnehmen. Wissenschaftliche Studien bestätigen dem Biolandbau eine bessere Klimabilanz als der konventionellen Landwirtschaft. Dies ist eine Kernbotschaft des heute von Bioland veröffentlichten Hintergrundpapiers “Klimaschutz und Biolandbau in Deutschland”.

“Flächendeckender Biolandbau ist in Deutschland möglich und aus Sicht des Klimaschutzes auch dringend notwendig”, so Thomas Dosch, Präsident von Bioland. Das Hintergrundpapier zeigt Wege auf, wie eine Gesamtumstellung der Landwirtschaft auf Biolandbau in Deutschland möglich ist und entkräftet den verbreiteten Vorwurf, der Biolandbau verbrauche zu viel Fläche. So würde eine Reduzierung des Fleischkonsum gemäß den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung das Klima stark entlasten und 4,2 Mio. ha Nutzfläche für den Biolandbau mobilisieren. Die konkrete Empfehlung an klimabewusste Verbraucher lautet daher: “Weniger Fleisch und dafür Bio”. Zusätzlich gut für das Klima wäre es, die Menge der weggeworfenen Lebensmittel drastisch zu reduzieren. In Deutschland landen mehr als 20 % der genießbaren Lebensmittel im Müll. Diese Verluste sind nicht nur ethisch bedenklich, sie stellen auch eine Verschwendung von Energie und Fläche dar. Durch Halbieren der Wegwerfrate von Lebensmitteln könnten 1,7 Mio. ha auf Biolandbau umgestellt werden.

Neben einem veränderten Konsumverhalten müssen auch in der Agrarpolitik andere Weichenstellungen vorgenommen werden. “Die für den Klimaschutz kontraproduktive Förderung bestehender Agroenergieverfahren muss beendet werden. In Zukunft muss die Priorität ‘Teller statt Tank’ gelten”, so Dosch. Durch einen entsprechenden Ausstieg könnten 1,7 Mio. ha für den ökologischen und klimaschonenden Anbau von Lebensmitteln mobilisiert werden. Eine weitere Forderung an die Politik ist die Beendigung der offensiven Exportstrategie Deutschlands bei Fleisch und Milchprodukten. Allein eine ausgeglichene Exportbilanz könnte 900.000 ha für eine ökologische Landnutzung mobilisieren.

Übersicht landwirtschaftlicher Mobilisierungsfläche zur Ausdehnung
des Biolandbaus:

2.100.000 ha durch Reduzierung tierischer Lebensmittel, insbesondere
Fleisch um 25 %

4.200.000 ha durch Reduzierung tierischer Lebensmittel, insbesondere
Fleisch um 50 %

1.770.000 ha durch Ausstieg aus der Biomasse- und Energieproduktion
vom Ackerland

1.700.000 ha durch Reduzierung der Wegwerfverluste von Lebensmitteln
um 50 %

900.000 ha durch eine ausgeglichene Exportbilanz bei Milch- und
Fleischprodukten

Die Agrarpolitik verfügt bereits heute über effiziente Steuerungsinstrumente, den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimaschutz wesentlich zu erhöhen. Sei es über eine zielgerichtete Verteilung der jährlich fast 7 Mrd. Euro europäischer Agrarzahlungen an deutsche Landwirte oder neue Lenkungsinstrumente wie die Einführung einer Abgabe auf mineralische Stickstoffdünger. Auch die Verteuerung von konventionell erzeugtem Fleisch über einen höheren Mehrwertsteuersatz bei gleichzeitiger Befreiung der Biolebensmittel von der Mehrwertsteuer wären möglich.

In dem von Bioland herausgegebenen Hintergrundpapier “Klimaschutz und Biolandbau in Deutschland” sind auch wichtige Forschungsergebnisse zur Emission klimarelevanter Gase aus der Landwirtschaft und zu den Leistungen des Biolandbaus übersichtlich dargestellt.

Das Hintergrundpapier sowie eine Kurzfassung sind unter www.bioland.de verfügbar.

Pressekontakt:

Bioland Bundesverband
Kaiserstr. 18, 55116 Mainz

Präsident, Thomas Dosch
Tel.: 0 61 31 / 23 97 9 – 14, Fax: 0 61 31 / 23 97 9 – 27
praesidium@bioland.de

Pressestelle, Gerald Wehde
Tel.: 0 61 31 / 23 97 9 – 20, Fax: 0 61 31 / 23 97 9 – 27
presse@bioland.de

Quelle: Pressemitteilung Bioland e.V., 27.10.2009

 

Termine

 
 

Werbung

 
  zum Seitenanfang WEDOSYS webHosting
  Werbung | Impressum | AGB | Kontakt © 2006 Qualiconform